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BFBC2 Singleplayer-Review

Unser Kollege "Albe" hat sich daran gemacht, ein Review zum Singleplayer von Battlefield: Bad Company 2 zu schreiben. Wichtig! Hier wird nicht gespoilert, sondern nur bewertet! Setting Vorweg, man bekommt einiges zu sehen. Den Anfang macht eine Pazifikinsel, im zweiten Weltkrieg, voll mit Dschungel und Japanern. Weiter gehts mit ziemlich eisigen Gegenden, Wüsten, südamerikanischem Dschungel, klassischem Stadtkampf an Bahnhöfen, in Kanalisationen und und und. Die Bandbreite an Schauplätzen ist der absolute Hammer. Jeder dieser Schauplätze ist wirklich bis ins Detail toll erstellt und kein Schauplatz ähnelt dem anderen. Kleine Abzüge müsste man für die B-Note geben, da einige Gebäude im zweiten Weltkriegsszenario einfach aus der "Zukunft" geholt wurden. Die Abzüge gebe ich aber nicht, da sie trotzdem gut ins Geschehen passen und der Schauplatz ansonsten großartig gelungen ist. 10/10 Punkte Leveldesign Das Leveldesign kommt nicht ganz so gut weg. Warum ist das so, wo ich die Schauplätze doch so toll fand. Nun das liegt vor allem daran, dass das Spiel versucht uns vorzugaukeln die Maps wären riesig und man hätte die Möglichkeit alle möglichen Wege zu nehmen. Nun wie gesagt ist das nur Illusion. De facto arbeitet das Spiel genauso mit Level-"Schläuchen" wie jeder andere Shooter. Groß werden die Maps nur, wenn mit dem Fahrzeug eine Strecke zurückgelegt werden soll und man eh nicht viele Möglichkeiten zum abweichen vom Weg hat. Hier gibts also keine volle Punktzahl, da die Level nicht so "epic" sind wie versprochen/erwartet. Ansonsten sind die Level wie oben beschrieben großartig gestaltet und vor allem die Destruction 2.0-Engine macht die Level dynamisch, da bis auf einige Kleinigkeiten buchstäblich ALLES zerstörbar ist. 8/10 Punkte Kampf Jetzt kommen wir zu den wirklichen Stärken des Spiels. Das Kampfgeschehen in der Kampagne ist schlichtweg seinesgleichen suchend. Man ist dank der Soundkulisse immer mittendrin und man muss wirklich taktisch vorgehen um nicht ins Gras zu beissen. So sucht gegnerische KI bei heftigem Beschuss Deckung und erlaubt somit Flankierungsmanöver. Die Destruction 2.0- Technik erlaubt es bekanntlich alles mögliche zu zerstören, so kann man die Wände hinter denen Gegner versuchen sich zu verbergen schlichtweg wegsprengen, bzw Gegner hinter dünnen Mauern oder Zäunen mit einer schweren MG, inklusiver ihrer Deckung zersägen. Traumhaft! Hinzu kommen die defensiven Möglichkeiten. Man benötigt eine gute Deckung aus der man schießen möchte? Nichts leichter als das, mit wenigen Feuerstößen auf eine Stelle in einer Mauer schafft man sich eine Schießschate, oder wenn ziemlich wenig Deckung vorhanden ist, schiesst man einfach ein zwei Granaten auf eine Stelle und schon hat mein sein eigenes Schützenloch "gegraben". Was mich zusätzlich erfreut ist das absehen von unendlichen Gegnerströmen wie in MW2, so kann man nach und nach eine Ganze Basis aus der Entfernung mit einem Scharfschützengewehr kurz und kleinschießen und muss nicht befürchten später trotzdem auf neu "gespawnte" Gegner zu stoßen, wenn man dann in die Basis einrückt. Das gibt dem Spiel wiederum mehr Realismus. Klasse! Zur KI. Nun hier gibt es wie in jedem Spiel Licht und Schatten. Zum einen ist die Gegner-KI toll, weil sie taktisch vorgeht. Sie versucht zu flankieren, dich in die Deckung zu zwingen und dann mit Granatbeschuss fertig zu machen und und und, aber sie hat gleichzeitig auch schlechte Seiten, so steht der Spieler sobald er das Feuer eröffnet IMMER sofort im Mittelpunkt des gegnerischen Feuers, egal wieviel die eigenen Teamkameraden auf die Gegner einholzen. Die KI möchte zuerst den Spieler töten, als wüsste sie, dass die KI-Kameraden des Spielers unsterblich sind. Aussetzer hat die KI im allgemeinen wenige und ist teilweise schon fast zu gut. Ein Beispiel dafür ist der Versuch Häuser zu stürmen. Zerstört man die Eingangstür sieht man als Spieler für einen Moment nichts, aufgrund des Staubs/Rauchs bei der Zerstörung der Tür, die KI jedoch eröffnet direkt das Feuer. Ärgerlich, aber umgehbar indem man einfach eine ganze Hauswand wegsprengt ansonsten ist die Gegner-KI aber wirklich gut gelungen. Die Kameraden-KI ist ebenfalls insgesamt gut gelungen. Hin und wieder "hängt" sie im Level fest, was daran liegen kann, das Trigger nicht korrekt ausgelöst wurden, aber im ganzen Verlauf der Kampagne hat sich die KI immer befreien können, so dass man reibungslos weitermachen konnte. Im Kampf arbeitet die KI solide, sie tötet Gegner, aber nicht zu viele, gibt Feuerschutz und sucht Deckung. Zum Glück ist sie unsterblich, da Granaten, Raketenwerfer und Co. bei den Gegnern hoch im Kurs stehen und sterbende Kameraden ziemlich schnell nervtötend werden würden. Zuletzt noch etwas zum Waffenarsenal. Man benutzt Panzer, Hubschrauber, UAV's, Quads, Humvees, Boote, mehrere Sturmgewehre, zwei Scharfschützengewehre, Schrotflinten, Raketenwerfer, Granaten und Granatwerfer. Ein beträchliches Arsenal, jedoch sind die Fahrzeuge, vor allem Panzer und Hubschraubereinsätze recht selten und den größten Teil der Zeit verbringt man als Infanterist. Hier gibt es in meinen Augen Design-Technische Fehler. Zum Beispiel wird das großkalibrige Scharfschützengewehr eigentlich überhaupt nicht benötigt, da auch das "kleine" Gewehr Gegner mit einem Schuss in die ewigen Jagdgründe schickt und dabei eine beträchtlich kürzere Nachladezeit aufweist und nicht ständig aus der Visier-Sicht springt. Hinzu kommen die Schrotflinten. Man bekommt viel zu selten Gegner so nah vor die Brust, dass man eine Schrotflinte benötigen sollte und selbst wenn, der Granatwerfer an jedem Sturmgewehr ist dann immernoch dreimal effektiver, da er ganze Horden aufeinmal ausschalten kann. in meinem Setup gab es somit immer nur entweder zwei Sturmgewehre (AK mit Burst, F2000 mit schneller Automatik), oder ein Sturmgewehr + Sniper. Alles andere ist leider ziemlicher Schnickschnack und hilft nicht wirklich beim erreichen des Levelziels. Aus diesem Grund werde ich aufgrund des schlechten Waffenbalancings Punkte abziehen müssen. 9/10 Punkte Story Hier halte ich mich ganz kurz, um nicht zu spoilern. Die Story ist spannend, aber doch relative Standardkost, dafür aber mit tollen Cutscenes gespickt. Der Humor deiner Squadmember ist wie in Teil 1 immernoch vorhanden, doch auf Englisch um Welten besser als auf Deutsch. 8/10 Punkte Sound Insgesamt kann man sagen, dass die Deutsche Vertonung nicht das beste ist, was ich bisher gehört habe. Die Sounds stimmen hier teilweise nicht zu dem was gerade wirklich passiert, zB hört man den Sarge über Funk mal wie man jemanden über Funk halt hört, aber überwiegend klingt es als ob er quasi direkt in dein Ohr redet, was schon fast stört. Ausserdem ist gesprochenes Wort komplett entfernungsunabhängig. Die Squadmember hören sich aus 20m Entfernung genauso an wie wenn du direkt neben ihnen stehst. Die Deutsche Soundbearbeitung bekommt da ganz klar ein MANGELHAFT von mir. Auf Englisch dagegen ist alles Paletti. Die Stimmen passen zu den Protagonisten, der Humor kommt gut rüber und sonst stimmt auch so ziemlich alles (bis auf einige Halleffekte). Der Sound im Kampf ist bombastisch. Bis jetzt gab es wohl kein Spiel das so eine tolle Kulisse bieten konnte. Das unterstützt die Kämpfe ungemein, da man sich durch das Scheppern von MG's etc einfach komplett fühlt, als sei man mitten in der Action. Eine so realitätsnahe Soundkulisse muss schlichtweg volle Punktzahl bekommen. Auf Deutsch: 7/10 Punkte Auf Englisch: 10/10 Punkte Grafik Gut, das Thema ist schnell abgehandelt. Die Grafik ist auf dem Stand der Dinge, aber auch nichts Besonderes. Hier und da gibts auch noch ein paar Probleme mit der Beleuchtung (mal zu hell, mal zu dunkel), aber im großeen und ganzen solides Handwerk. 8/10 Punkte Somit kommt das Spiel bei mir auf 53/60 Punkten. Mein Spielspaß jedoch lag bei:

94%

Damit kann sich BFBC2 in Sachen Singleplayer durchaus mit MW2 messen, wer das Rennen macht, kann ich aber nicht wirklich entscheiden. Beide machen sehr viel richtig und nur sehr sehr wenig falsch.
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